Mit gutem Video-Content aus Besuchern Kunden machen

07.10.2019 How-To
2 Minuten Lesezeit

Der Konsum von Inhalten in der heutigen Zeit wird von einem Charakteristikum deutlich geprägt: Der Nutzer hat keine Zeit. Das digitale Marketing steht vor der Herausforderung, einem Publikum mit einer Aufmerksamkeitsspanne von acht Sekunden die Informationen mitzuteilen, die notwendig sind, um eine Conversion zu erzeugen, also die Besucher zu einer Aktion zu forcieren.

Eine gute Möglichkeit die Aufmerksamkeit von Besucher einer Webseite zu gewinnen, ist Video-Content. Dabei gilt es allerdings, einige formelle Richtlinien als auch die implizierten Regeln zu beachten. Ein Video, welches auf Facebook funktioniert, kann für LinkedIn ungeeignet sein und ein Video, welches auf der Webseite-Nutzer converted, ist für Instagram möglicherweise nutzlos. Jeder Kanal wird unterschiedlich rezipiert und benötigt daher eine spezifische Herangehensweise.

Kurzer Video-Content ersetzt Artikel

Auch beim Video-Content gilt es, dem Konsumenten einen Mehrwert zu liefern. Seien Sie klar in Ihrer Aussage und schaffen Sie ein einfaches und konkretes Konzept. Der Nutzer möchte nicht zu hart für die Inhalte arbeiten. Bereits vor einigen Jahren begann der Trend, als Reaktion auf das veränderte Konsumverhalten vor allem bei jüngeren Nutzern, Text-Content zugunsten von kurzen Videoinhalten zu reduzieren. Allerdings ist es wie bereits erwähnt wichtig, das Video in einem passenden Kontext zu platzieren. Beispielsweise nützt es nichts, Auto-Play-Videos auf einer Webseite zu integrieren, wenn diese dann als Folge eine erhöhte Ladezeit und somit eine größere Absprungrate unter den Nutzern vorweist. Auch scheinen Videos, die nicht erwartet werden, eine höhere kognitive Belastung für die Nutzer darzustellen, als kurze prägnante Artikel. Überraschen Sie die Besucher also nicht mit einem Video, wenn diese eigentlich einen Artikel erwarten. Wichtig ist immer zu hinterfragen, ob ein Video die Botschaft unterstützt oder eher hinderlich wirkt.

Wie lang sollte ein Video sein?

Längere Videos eignen sich, sobald ein Nutzer tiefer in eine Materie eintauchen und detaillierte Informationen zu einem Thema erhalten möchte. Hier hat eine Conversion bereits früher stattgefunden. Interessiert sich ein Kunde für ein bestimmtes Produkt und möchte 2 Varianten oder Hersteller miteinander vergleichen, so hilft längerer Video-Content, welcher auf wichtige und verkaufsfördernde Details eingeht. Muss man einen Besucher mit Hilfe eines Videos erst noch konvertieren, also ein Kaufbedürfnis erzeugen, so sollten die Inhalte kurz und bündig sein.

Twitter’s neues Videokonzept für erhöhte Flexibilität

Die Social Media Plattform Twitter hat nun ein neues Konzept für Videoanzeigen vorgestellt, die neue Möglichkeiten für Werbetreibende bieten. Ein Video, welches bis zu 15 Sekunden lang sein kann, wird nur dann berechnet, wenn der Nutzer es mindestens 6 Sekunden lang in einer bestimmten Qualität angeschaut hat. Klickt er es früher weg, so wird dem Werbenden keine Rechnung gestellt. Möchte man also eine Conversion erzeugen, so muss die Botschaft bereits innerhalb von 6 Sekunden so stark sein, dass der Nutzer einen Mehrwert für sich erkennt und am Ball bleiben möchte. Diese Form der Werbung spiegelt Untersuchungen zufolge die heutigen Anforderungen an den Videokonsum wider. Laut einer Studie, die von Twitter gesponsert wurde, liefern Kurzform-Videos ohne Ton, die ein klares Branding beinhalten, eine deutlich bessere Werbebotschaft und Markenassoziation im Vergleich zu linearen Videos im TV-Stil, die mit dem Smartphone konsumiert werden.

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