Warum Social Media in COVID-19 Zeiten wieder boomt

03.06.2020 Trends
2 Minuten Lesezeit

Social Media Plattformen florieren unter COVID-19 wie selten zuvor. Home-Office, Ausgangsbeschränkungen und viel Freizeit haben zur Folge, dass die Online-Präsenz allgemein steigt – in dem Wunsch, soziale Interaktionen virtuell aufrechterhalten zu können. Diese Krise birgt enormes Potenzial, vorausgesetzt, das notwendige Know-How wird effektiv angewandt.

Social Media als Sprachrohr und Sprungbrett

COVID-19 stellt zur Zeit für zahllose Unternehmen eine absolute Härteprobe dar. Die Struktur der Wirtschaft hat sich verändert und verlangt nun Flexibilität und schnelles Reaktionsvermögen, um Schritt halten zu können. Fragen Sie sich also, ob Ihre Features tatsächlich weiterhin relevant sind und passen Sie Ihre Agenda gegebenenfalls dementsprechend an.
Insbesondere das Social Media Marketing steht hier im Fokus des Interesses: Nutzer- und Nutzungszahlen sind parallel zu Einschränkungen des alltäglichen Lebens seit Februar rasant gestiegen. Hinter solchen Ergebnissen aus Datenanalysen stecken Hashtags, Challenges und Initiativen, die Menschen in dieser schweren Zeit miteinander vernetzen. An dieser Stelle bietet sich nun die einmalige Gelegenheit für Ihr Unternehmen anzuknüpfen und das Potenzial der Reichweite auszunutzen.

Im Zuge der Gestaltung eines authentischen, repräsentativen Profils gilt es ein funktionierendes Kommunikationsmodell zu etablieren. Die Schwierigkeit besteht darin die Message auf einer Frequenz zu transportieren, die den Adressaten auf emotionaler, aber auch konsum-orientierter Ebene anspricht. Aktuelle Faktoren, unter anderem die Flut an Input auf sozialen Plattformen, verkomplizieren dieses Vorhaben maßgeblich. Und so ergibt sich die Notwendigkeit die Bedürfnisse Ihrer Zielgruppe zu ermitteln, da Ihre Marke herausstechen muss.
Also, welches Thema dominiert momentan alle Kanäle und Hashtags? „Natürlich das Corona Virus“ ist die Antwort, die auf der Hand zu liegen scheint. Doch das für Sie relevante Schlüsselwort ist Unsicherheit, denn Fragen bleiben viel zu oft unbeantwortet oder erreichen zuständige Personen gar nicht erst.

Interaktive Formate

Post oder Video? Langer Text oder Live Übertragung?

Die Social Media Marketingstrategien vieler Unternehmen haben bisher auf interaktive Formate verzichtet und stattdessen auf reguläre Posts und vielleicht das eine oder andere Update in der Story zurückgegriffen, wie es bspw. auf Facebook möglich ist.

Ideale Nutzung sozialer Plattformen sieht jedoch anders aus. Für die Bereitstellung von Informationen ist vordergründig die Website des Unternehmens zuständig, während Instagram und Co. die unkomplizierte Interaktion mit Kunden ermöglicht. Simple Posts vermitteln eine gewisse Statik und machen das angebotene Produkt nicht gerade zugänglich. Dynamisch hingegen wirken Live- und Videoformate, wie z.B. Q&As, in denen ein Experte live geschaltet wird und Fragen der Kunden oder Interessenten beantwortet. Dabei stellt die Ungewissheit, mit welchen Themen und Problemen man letztendlich konfrontiert wird, für viele Social-Media-Beauftragte eine Hürde dar. Doch dies lässt sich in weniger spontaner Form umgehen. Nicht selten greifen Instagram-Accounts auf die Fragen-Funktion der Story zurück, welche im Vorhinein Überlegungen zulässt und optional in Form eines Videos beantwortet werden kann.

Über dieses Feature hinaus erfreut sich zur Zeit der Blick hinter die Kulissen großer Beliebtheit, um das Charakterbild sowohl durch Sympathie, als auch Authentizität auszuschmücken. Es verstärkt auch das Gemeinschaftsgefühl, die Veranschaulichung des symbolischen Boots, in dem alle gemeinsam sitzen.

Wo die Pizzeria um die Ecke durch Lieferservice fortbestehen kann, das Lieblings-Yogastudio Live Sessions abhält oder das städtische Kino mit Gutscheinkampagnen kompensiert, stellt sich die Frage nach praxisbezogeneren Inhalten. Selbstverständlich bieten sich auch hier einige Möglichkeiten, wie z.B. Angebote zur Weiterbildung, Tutorials oder Webinare, wie sie auch in der Vergangenheit Erfolge verzeichneten.

COVID-19 als Teil des Marketingplans

In diesem Kontext liegt auch die Überlegung nahe, ob die Thematisierung der Pandemie sinnvoll ist. Eine Studie von YouGov zeigt, dass 2/3 der Konsumenten Statements von Marken befürworten, woraus eine Chance, aber gleichzeitig auch Verantwortung für eine vorbildliche, öffentliche Präsentation hervorgeht. Verantwortungsvolles und seriöses Handeln in einer Krisenzeit birgt enormes Potenzial für die Zukunft. Jetzt ist die richtige Balance zwischen fakten-orientierten Taten, einfühlsamer Social Media Präsenz, kreativen Ideen, Authentizität und der richtigen Prise Unterhaltungswert gefragt. Wer diese findet, der wird sich seinen zukünftigen Platz in der digitalen Welt gesichert haben. 

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