Gut gegen Böse – Der Unterschied zwischen White Hat und Black Hat SEO

17.05.2019 How-To
3 Minuten Lesezeit

Beschäftigt man sich mit Digital Marketing, so liest man häufig den Begriff SEO. Doch was ist SEO eigentlich? Ist das nicht diese Kaffeemaschine? Nein, SEO ist eine Abkürzung und steht für search engine optimization – zu deutsch: Suchmaschinenoptimierung.

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Was das bedeutet? Ganz einfach, bei der Suchmaschinenoptimierung geht es darum, seine Webseite oder seinen Online Content durch eine geschickte Einflussnahme möglichst weit vorne im Ranking einer Suchmaschine zu platzieren. In der organischen Suche erhöht ein gutes SEO die Reichweite und damit einhergehend die Sichtbarkeit des Contents.

Effektive SEO-Maßnahmen

Grundsätzlich kann man sagen, dass Content in den Suchmaschinen immer dann gut gerankt ist, wenn viele Links darauf verweisen. Die Kriterien, sich Verweise zu verdienen, sind divers und ebenso schnelllebig. Die aktuell effektivsten Maßnahmen sind:

  • Mobile Friendliness: Passen Sie Ihren Content an das Nutzungsverhalten an.
  • Keywords: Analysieren und platzieren Sie die passenden Keywords auch in Überschriften, URLs und Title Tags! Optimieren Sie auch Ihre Meta-Description.
  • Sicherheit: In Zeiten von Datenklau-Skandalen suchen die User ein sicheres Umfeld.
  • Ladezeiten: Time is money! Lassen Sie Ihre Nutzer nicht zu lange warten.
  • Relevanz: Bieten Sie den Usern hochwertigen Content, der zum Thema passt.

Die richtige Strategie ebnet den Weg zum Erfolg

Zunächst muss man jedoch überlegen, welche Ziele man eigentlich verfolgt. Zielt man eher auf einen langfristigen Erfolg ab, zum Beispiel mit einem eigenen Online-Shop, so wählt man eher das White Hat SEO. Giert man jedoch nach dem schnellen Erfolg, landet man beim sogenannten Black Hat SEO. Dieses wird in der Regel immer dann genutzt, wenn man seine Webseite kurzfristig optimieren und schnelle Ergebnisse sehen möchte. Hierfür legt man die Spielregeln etwas freizügiger aus. Zu den gängigsten Praktiken des Black Hat SEO zählen vor allem die folgenden:

  • Intensive Spam-Aktivitäten sowie eine Weiterleitung über gekaufte Links.
  • Keyword Stuffing und Hidden Keywords: Anstelle von hochwertigem Content, wird die Seite mit (teils versteckten) Keywords überladen. Relevanz spielt hier eine untergeordnete Rolle.
  • Doorway Pages: Über unsichtbare Brücken gelangt der User ungewollt auf einen Content.
  • Page Swapping: Nachdem der Content gut gerankt ist, verändert man den Inhalt der Seite.

 

Da Google diese Praktiken jedoch in der Regel schnell aufdeckt, wird man zügig aus dem Google Index verbannt und verliert sein Ranking. Strebt man nach langfristigen Erfolgen, möchte man eine Verbannung aus dem Google Index auf keinen Fall riskieren, denn: Eine fehlende Indexierung bedeutet, dass Ihr Content im WorldWideWeb nicht existiert.

      Abbildung  Black Hat SEO, Autor: Seobility, Lizenz: CC BY-SA 4.0.

Mit White Hat SEO beschreitet man den ethischen Weg

Das White Hat SEO bewegt sich innerhalb der Grenzen und sein Fokus liegt auf einem organischen SEO-Ranking. Aus diesem Grund wird auf Spam verzichtet. Stattdessen liefert man den Usern einzigartigen und hochwertigen Content. Erfolge werden nicht kurzfristig eingekauft, sondern mit einer nachhaltigen Strategie langfristig erarbeitet. Auch in externen Kanälen. Mit den richtigen Entscheidungen generiert man zum Beispiel über Social Media wertvolle Backlinks. Auch über Kooperationen mit anderen Webseitenbetreibern können Links getauscht und Nutzer quasi miteinander geteilt werden. Dank einer gewissenhaften Keywordanalyse werden dabei nur relevante Keywords auf der Landingpage platziert und auf ein Keyword Stuffing verzichtet.

Leider sind die Möglichkeiten, die White Hat SEO den Betreibern bieten kann, endlich. Ein Übertritt auf die dunkle Seite kann hier schnell verlockend wirken. Nutzt die Gegenseite Black Hat SEO, um ihre Seite zu pushen, so kann diese im Ranking eigentlich kaum geschlagen werden.

      Abbildung  White Hat SEO, Autor: Seobility, Lizenz: CC BY-SA 4.0.

Am Ende gewinnen immer die Guten

Eine Möglichkeit dagegenzuhalten, bietet das sogenannte Grey Hat SEO. Dieses stellt eine Art Grauzone zwischen Gut und Böse dar. Dabei werden die Grenzen des White Hat SEO zwar überschritten, jedoch nicht sämtliche Praktiken des Black Hat SEO übernommen.

Langfristig bleibt einem nichts anderes übrig, als zu warten, bis die Konkurrenz aus dem Google Index verschwindet. Während sich die Mittel, die man zu Beginn in das White Hat SEO investiert hat, langfristig auszahlen, ist die erneute Indexierung ein sehr steiniger Weg.

Welche Maßnahme letztlich für die Betreiber einer Webseite die richtige ist, hängt also von mehreren Faktoren ab. Ist man bereit, Grenzen zu übertreten oder achtet man die Regeln des Spiels? Möchte man einen kurzfristigen finanziellen Erfolg oder verfolgt man eher langfristige Ziele? Hat man sich für eine Seite entschieden, heißt es: Ran ans Optimieren!

In Teil zwei widmen wir uns On- und Off-Page SEO…

 

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